SV 1899 Staufenberg e.V.
Offizieller Stützpunktverein des Projektes "integration durch Sport" der
Sportjugend Hessen
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Ausflug zu einer Wandertour an der Mosel, 19. - 21. Juni 09
Mit 26 gutgelaunten Personen startete die Walking-Gruppe des Sportvereins Staufenberg zu einem Wanderwochenende an der Mosel. Nach der Ankunft in einem Hotel in Bruttig-Fankel begrüßte der Wirt seine Gäste herzlich mit einem Willkommenstrunk und einigen Informationen. Schon bald brach die Gruppe zur ersten Wanderung auf. Durch malerische, winklige Gassen mit alten Fachwerkhäusern folgte man der Beschilderung zum „BREVA-Weg“. Dies ist ein schmaler, steiler Höhenwanderweg, der durch die imposanten Landschaftsformationen und Weinberge entlang der Mosel führt. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit war hier gefragt, dafür entschädigte die tolle Aussicht die etwas Ängstlicheren unter den Wanderern. Im weiteren Verlauf der Tour folgte man dem „Apolloweg“ durch eine Landschaft mit seltenen, wärmeliebenden Pflanzen und Tieren, schroffen Felsen und Weinbergsterrassen. Von Apollofaltern, die dem Weg seinen Namen gaben, und Eidechsen begleitet, vorbei an Valwigerberg und der „Brauselay“ erreichten die Wanderer ihr Tagesziel Cochem. Die imposante Reichsburg von Cochem, deren Anblick fast auf der ganzen Tour präsent war, die gut erhaltenen Reste der historischen Stadtmauer mit ihren alten Befestigungswerken wie dem Enderttor-Turm, der Wehrturm mit Balduinstor sowie das Burgfrieden-Tor mit Wehrgang sind eine ebensolche Zierde für die Stadt wie auch das im Barockstil erbaute Rathaus, der Marktplatz mit Martinsbrunnen und die alten, mit Moselschiefer gedeckten Fachwerk-Giebelhäuser in den engen bergigen Gassen.


Walking
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Am nächsten Morgen hieß es dann leider schon Abschied von dem netten Wirtsehepaar nehmen. Nach einem guten Frühstück und einem kleinen Sektumtrunk startete die Walking-Gruppe über den „Moselkrampen“ in Richtung Beilstein. Zahlreiche Aussichtspunkte auf dem wiederum schmalen Pfad, der entlang der steilen Moselhänge verläuft, luden zum Verweilen ein. Beilstein, das so genannte Dornröschen der Mosel, ist einer der bekanntesten Orte entlang der Mosel. Das romantische Winzerdorf liegt gedrängt in einem schmalen Bachtal. Direkt oberhalb von Beilstein thront die Burgruine Metternich. Die Burganlage ist mit einer Größe von etwa 80 x 50 Metern recht ausgedehnt. Überragt wird die Ruine von dem fünfeckigen und 25 Meter hohen Bergfried, der von den Wanderern sofort erklommen werden musste.
Nach Besichtigung des denkmalgeschützten Ortes mit dem alten Zehnthaus, der ehemaligen St. Christopherus-Kirche und des höher gelegenen Klosters mit der darin befindlichen schwarzen Madonna trennten sich die Wege der Walking-Gruppe. Ein Teil genoss die Gastronomie in Beilstein und begab sich anschließend auf direktem Weg entlang der Mosel nach Bruttig-Fankel, um die Heimreise anzutreten.
Die noch nicht wandermüden Staufenberger Sportler/innen setzten mit der Fähre über die Mosel nach Ellenz über, um auch noch den weiteren Verlauf des Wanderweges Moselkrampen kennen zu lernen. Nach steilem Aufstieg setzte der Wettergott dem bis dahin sonnigen Tag ein rasches Ende und ließ eimerweise Starkregen auf die Wanderer nieder gehen. Nach Durchzug des Schauers konnten die Tour dann aber wie geplant beendet werden. Bei einer guten Tasse Kaffee und leckerer Torte in einem Cafe ließ man noch einmal alle Eindrücke und Erlebnisse Revue passieren und beschloss das harmonische Wanderwochenende mit der Heimreise. Alle Teilnehmer/innen waren von dem Wanderwochenende an der Mosel total begeistert und werden sich noch lange an die schönen Tage erinnern.
Bericht: G. Müller 26.06.09
Nach einer Besichtigungstour und einem Cafe-/Weinlokalbesuch erfolgte die Rückfahrt nach Bruttig-Fankel mit dem Schiff. So konnten alle Teilnehmer/innen ganz entspannt noch einmal die Route sehen, die viel Schweiss gekostet hatte.
Gut gestärkt präsentierte der Wirt seinen Gästen nach dem Abendessen die im eigenen Weingut erzeugten Produkte. Die informative Weinprobe und die witzige Art des Winzers ließ schnell eine fröhliche Stimmung aufkommen. Vollauf zufrieden mit dem Ablauf des ersten Tages und entsprechend müde brauchte dann auch niemand über Schlaflosigkeit zu klagen.
Der zweite Wandertag begann nach dem Frühstück mit einer Fahrt zum Kloster Martental, dem Ausgangsort der Tour durch das wildromantische Enderttal. Das Tal ist eines der beeindruckendsten Seitentäler der Mosel. Der Endertbach wandelt sich insbesondere nach starken Regenfällen von einem beschaulichen Rinnsaal zu einem echten Wildbach. Er nimmt seinen Weg durch einen zerklüfteten Taleinschnitt mit beeindruckender Flora und Fauna bis er sich in Cochem in die Mosel ergießt.
Nach einer Besichtigung der Klosterkirche führte die Wanderung vorbei an einem Wasserfall, der etwa 7m tief stürzt. Man gelangte zur „Napoleonsbrücke“, über welche die alte Poststraße Koblenz-Trier führte. Weiter ging es nun auf und ab der felsigen Pfade, an klammartigen Schieferfelsen vorbei und etliche Male auf Stegen über den Bach, an dem acht frühere Mühlen liegen. Einige dieser Mühlen sind stilgerecht renoviert worden und wieder bewohnt. Bei einer Zwischenrast In der bewirtschafteten Göbelmühle entspannte und stärkte sich die Wandergruppe im herrlichsten Sonnenschein für den Rest der Etappe. Nachdem das Ziel Cochem erreicht war, genoss ein jeder das turbulente Städtchen auf seine Weise bevor die Rückfahrt zum Hotel erfolgte.
Obwohl nach einem guten Abendessen jeder von diesen beiden Tagen eigentlich hätte müde sein müssen, merkt man gut trainierten Walker/innen jedoch ihre Ausdauer an. So wurde noch bis spät in die Nacht eifrigst zu den Liedern des Alleinunterhalters das Tanzbein geschwungen. Dieser revanchierte sich noch mit einigen Zugaben und wurde von den Tanzbegeisterten dankbar auf ganz besondere Weise verabschiedet. Wieder war ein sehr schöner Tag zu Ende gegangen und alle konnten glücklich ihr Bett aufsuchen.


Aktuelle Informationen
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